Probennahme und Erregeridentifikation

Foto: Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg

Im Rahmen der Diagnostik klinisch erkrankter Tiere sind die Auswahl des geeigneten Probenmaterials, die sachgerechte Gewinnung der Proben und ihr sachgerechter Versand für die Isolierung des für das Krankheitsgeschehen relevanten Erregers von entscheidender Bedeutung.
Aus diesem Grund wurden vom Arbeitskreis Antibiotikaresistenz Empfehlungen zur Gewinnung geeigneter Proben erarbeitet und publiziert (Waldmann et al., 2008). Die Empfehlungen beschränken sich auf die Probennahme bei landwirtschaftlichen Nutztieren (Schweine, Rinder und Geflügel). In Ergänzung einschlägiger Lehrbücher enthalten sie u.a. Hinweise zur sachgerechten Gewinnung geeigneten Probenmaterials sowie zum sachgerechten Versand der Proben.

Neben der Probengewinnung ist eine eindeutige Identifikation des bakteriellen Erregers Voraussetzung für die korrekte Auswertung der Ergebnisse der Empfindlichkeitsprüfung und unabdingbar für die Auswertung von Studien zur Resistenzlage im Rahmen eines Resistenzmonitorings. Ziel der Arbeitsgruppe war es daher auch Mindestanforderungen für die Differenzierung der relevanten Veterinärpathogene zu definieren, soweit diese noch nicht durch die AVID-Richtlinien beschrieben wurden.